1. Dezember 2019 Von So geht Chromebook 0

Chromebook Test: Das Acer Chromebook 314

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Chromebook Test: Acer Chromebook 314 – Kann günstig auch gut sein?

Mein erster Chromebook Test dreht sich rund um das Acer Chromebook 314. Mit einem Verkaufspreis von knapp 300 EUR bei Amazon handelt es sich um eines der günstigeren Chromebooks. Doch kann das Gerät auch überzeugen? Oder solltest du doch lieber in ein teureres Regal greifen? Die Antwort, bekommst du in meinem Chromebook Test.

Acer Chromebook 314 Test – Familie
Authentische Marketing-Bilder á la Acer. Ob die ganze Familie ab sofort gemeinsam und glücklich die Zeit vor dem Chromebook 314 verbringt, erfährst du in meinem Test.

Du bist Chromebook-Einsteiger?

Dann empfehle ich dir, dass du vor diesem Test meine Beiträge „Was ist ein Chromebook?“ und „Vorteile von Chromebooks“ durchlesen solltest.

Chromebook Test: Chromebook 314 – Design

Chromebook 314
Acer Chromebook 314 Test: Auf den ersten Blick ein Hingucker – dank schmaler Bildschirmränder

Das Design des Chromebook 314 wirkt auf den ersten Blick sehr hochwertig. Als Erstes fallen sofort die superschmalen Bildschirmränder (Englisch: Bezel) auf. Das sieht schonmal modern aus. Auch die Kombination aus dem schwarz-mattierten B-Cover und dem silber/grauen C-Cover inkl. schwarzen Tasten sieht sehr stimmig aus. Die Bildschirmränder oben und unten könnten schlanker sein – aber das ist schon Jammern auf hohem Niveau.

Wie bei Chromebooks üblich, ist die Tastatur anders aufgebaut als bei herkömmlichen Windows Notebooks. Die Windows-Taste fehlt und die Pfeiltasten sowie Enter-Taste sind etwas kleiner als gewohnt. Wie bei 14 Zoll Notebook üblich, gibt es auch keinen Nummernblock. Ansonsten ist die Tasten-Aufteilung wie gewohnt. Die Tastatur fühlt sich ordentlich an, das Schreiben geht gut von der Hand. Das Trackpad hat leider keine dedizierten Maustasten und ist auch ansonsten nicht besonders hochwertig – gemessen an dem Preis ist es aber immernoch deutlich besser als bei vergleichbaren Windows-Notebooks.

Acer Chromebook 314 Test: Das Keyboard des Chromebook 314 mit klassischer Chromebook-Anordnung

Schade: Das Chromebook 314 verfügt über kein Aluminium Unibody wie beispielsweise der gedankliche Vorgänger, das Acer Chromebook 14. Dies macht sich zwar in der Haptik bemerkbar, das Chromebook 314 wirkt aber dennoch nicht billig.

Acer Chromebook 314 Test: Das Gehäuse ist kein Aluminium-Unibody – aber trotzdem nicht billig

Insgesamt ist das Design für ein Notebook in dieser Preisklasse überraschend modern und hochwertig. wenn wir beispielsweise das Chromebook 314 mit dem HP 250 ein preislich vergleichbares Windows-Notebook dagegen stellen, wirkt das Chromebook schon fast futuristisch – das Windows-Notebook hingegen wie ein Plastik-Bomber vergangener Tage.

Chromebook Test: Der Design-Vergleich

Chromebook Test: Chromebook 314 – Anschlüsse

Das Chromebook 314 glänzt im Test nicht gerade durch ein üppiges Angebot an Anschlüssen. Neben Bluetooth und dem schnellen AC-WLAN sind 2x USB 3.1 Type-C Stecker sowie 2x USB 3.0 und ein MicroSD Kartenleser vorhanden. Obligatorisch ist zudem der Audio-Klinkenstecker für Kopfhörer etc. vorhanden. Meiner Meinung nach braucht es aber auch nicht viel mehr als das, denn das Chromebook 314 konnte im Test über USB Type-C aufgeladen werden und hatte dann noch einen zusätzlichen USB Type-C Port für allerlei übrig. Auch gibt es mit den beiden herkömmlichen USB 3.0 Eingängen schnelle Möglichkeiten der Datenübertragungen.

Natürlich gibt es immer wieder Enthusiasten, die sich 3 USB Type-C Ports und 4 USB 3.0 Ports für alle Eventualitäten wünschen – wenn wir aber ehrlich sind, braucht man diese in Zeiten der Digitalisierung ohnehin nicht. Apropos nicht mehr brauchen: Quasi selbstverständlich ist kein DVD- oder gar Blu-Ray-Laufwerk an Bord. Ich wüsste aber persönlich auch nicht, wann ich das letzte Mal derartiges vermisst hätte.

Acer Chromebook 314 Test: Leider nur mit einem HD-Display konfiguriert – das CB314-1H-C7SJ

Chromebook Test: Chromebook 314 – Display

Das Display des Chromebook 314 ist sicher einer der größten Schwachpunkte des Gerätes. Während das Chromebook 14 noch mit einem Full HD-Display samt IPS-Technologie ausgestattet war, müssen die Nutzer hier auf ein HD-Display (1366 x 768 pixel) zurückgreifen. Schade! Während sich dies bei einem 11,6″ Gerät noch verschmerzen lässt, macht sich die niedrige Auflösung bei einem 14 Zoll Display natürlich bemerkbar. Vor allem wenn du gerne Netflix guckst oder Google Stadia zocken möchtest.

Auch wenn das Gerät dadurch günstiger wird, hätte ich persönlich ein Full HD IPS Display deutlich runder gefunden in diesem Gerät. Gleichzeitig hätte dies das Gerät allerdings wahrscheinlich eher auf einen Preis von 349,- EUR gebracht, was im Einstiegssegment ein erheblicher Aufpreis ist. Zudem wurde ebenfalls auf eine Touch-Funktion verzichtet. Auch wenn der Preis immer bei der Bewertung berücksichtigt werden muss, gibt das HD-Display klare Abzüge.

Chromebook Test: Chromebook 314 – Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit im Test des Chromebook 314 ist eine seiner großen Stärken. Während Acer die Akkulaufzeit mit 12,5 Stunden angibt, hält das Gerät bei mir sogar länger durch. Zugegeben, es ist auch nie 12,5 Stunden am Stück in Benutzung – aber wer nutzt sein Gerät schon so intensiv, ohne es auch nur einmal zu laden? Wichtigste Erkenntnis im Test: Mit dem Chromebook 314 kommt man gut über den Tag, und das zählt am Ende aus meiner Sicht.

Chromebook Test: Chromebook 314 – Speicher

Wie bei Chromebooks üblich, verfügen die Geräte nicht über besonders große interne Festplatten oder SSD-Speicher. Das macht Chromebooks günstiger und schont Ressourcen. Google stellt aktuell Käufern 100 GB Google Drive Cloud-Speicher zur Verfügung – wer also auf das lokale Speichern von massenhaften Daten verzichten kann, hat hier die Möglichkeit seine Daten auszulagern. Eine Alternative wäre zudem der Erwerb eines externen Massenspeichers – dies ist ohnehin häufig die sicherste Variante, seine Daten zu schützen. Auch wenn Chromebooks meiner Meinung nach sicher (insbesondere im Vergleich zu Windows) sind: Wenn die Festplatte in der Schublade liegt, kann kein Hacker der Welt darauf zugreifen.

Persönlich kann ich dir die MyPassport Speicher von Western Digital empfehlen, da ich selber eine solche externe Festplatte besitze:

Chromebook Test: Chromebook 314 – Fazit

Das Chromebook 314 ist nicht perfekt. Die Qualität des Chassis und das Display sind gegenüber dem Chromebook 14 ein Rückschritt. Allerdings macht das Gerät auch einiges richtig. Die Akkulaufzeit ist phänomenal, das Gerät wiegt ca. 1kg und ist sehr leicht und sieht sehr modern aus. Die Performance ist wie von einem Chromebook gewohnt, sehr ordentlich.

Wer ein einfaches Couchbook haben möchte und darüber seine Bankgeschäfte erledigt, seine Urlaubsreisen bucht und ab und zu shoppt, der bekommt hier ein sehr gutes Gerät für seinen Preis. Für höhere Ansprüche – insbesondere beim Display, also wenn du beispielsweise auf dem Gerät viel Netflix und YouTube schaust– würde ich dir jedoch zu einem Chromebook 514 raten. Das Gerät ist eine Preisklasse höher im Vergleich zum Chromebook 314, verfügt aber über ein mattes Full-HD Touch-Display und ein Voll-Aluminium-Gehäuse.

Im Ergebnis hast du also die Wahl und das kann auch als Lob an Acer verstanden werden: Das Chromebook 314 und das Chromebook 514 ergänzen sich sehr gut im Chromebook-Portfolio, je nachdem was dir als Nutzer am wichtigsten ist.

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